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Haarausfall in den Wechseljahren

Ein neuer Lebensabschnitt – aber für die Haare nicht ganz einfach
 

Jede Frau durchlebt sie irgendwann, und für viele sind sie ein Umbruch: die Wechseljahre, oder das Klimakterium. Die Lebensphase also, wenn im Alter zwischen etwa Mitte 40 und Mitte 50 die Eierstöcke allmählich ihre Tätigkeit einstellen, der Östrogenspiegel sinkt und die Menstruationszyklen mit der Menopause enden. Der Umbau des Hormonhaushalts für den neuen Lebensabschnitt hat vielfältige Auswirkungen – auch für die Haare.

 

Frauen ab 50: Fast jede Zweite sieht das Alter als Ursache für Haarprobleme

Laut einer Umfrage in der Schweiz sehen etwa 18 Prozent der Frauen ab 50 die Wechseljahre als Ursache ihrer Haarprobleme. Fast ein Viertel nannte –allgemeiner – das zunehmende Alter als Grund, wobei das Alter ab 50 und die Wechseljahre bzw. die Postmenopause zeitlich zusammenfallen.

Über 40 Prozent der Frauen dieser Altersgruppe sehen demnach einen direkten Zusammenhang zwischen ihrer Lebensphase und verstärkten Haarproblemen. Kein Wunder, denn Haarwachstum und Hormone stehen in einer engen Beziehung.

 

Der Östrogenspiegel sinkt in den Wechseljahren

Das weibliche Geschlechtshormon (Östrogen) sorgt für dichtes, kräftiges Kopfhaar und hält die Haarwurzeln lange in der Wachstumsphase. In den Wechseljahren sinkt der Östrogenspiegel, und das nicht sanft und gleichmässig, sondern mit starken Schwankungen. Für Frauen kann das einige körperliche und emotionale Turbulenzen mit sich bringen.

Zwar klingen die Hormonschwankungen wieder ab. Aber der Östrogenspiegel bleibt dauerhaft auf niedrigerem Niveau. Dies kann zu Haarausfall führen.

 

Hormonell-erblicher Haarausfall wird in den Wechseljahren akut

Besonders Frauen mit hormonell-erblichem Haarausfall bekommen den Hormon-Umbau der Wechseljahre zu spüren: Bei ihnen lichten sich die Haare in dieser Lebensphase verstärkt nach dem typischen Muster, z.B. am Scheitel.

Der Grund ist, dass die Haarwurzeln bei dieser Veranlagung übersensibel auf männliche Geschlechtshormone reagieren, die auch bei Frauen zum gesunden Hormonhaushalt dazugehören. Wenn der Östrogenspiegel in den Wechseljahren sinkt, fallen sie stärker ins Gewicht.

 

So bleibt das Haar in und nach den Wechseljahren gesund

Die Wechseljahre gehören zum Leben dazu und läuten einen neuen, anderen Lebensabschnitt ein. Für viele Frauen ist diese Umstellung keine einfache Zeit, und gerade jetzt können Haarprobleme eine grosse psychische Belastung bedeuten.

Umso wichtiger, die Haarwurzeln in dieser Phase – und darüber hinaus – gut zu unterstützen. Der sinkende Östrogenspiegel lässt sich nicht aufhalten. Doch gegen einige weitere Faktoren, die Haarausfall begünstigen, können Betroffene aktiv werden:

  • Haarpflege: Spätestens ab 40 wird das Haar allmählich grau, und oft ist das der der Zeitpunkt, mit dem Färben anzufangen. Eine schöne Farbe tut der Seele gut! Damit sie nicht die Haare angreift, unbedingt auf schonende Produkte achten: Dasselbe gilt für Pflege und Styling.
  • Stress: Für viele Frauen sind die mittleren Jahre ein Kraftakt: Die Kinder stehen noch nicht auf eigenen Füssen, ältere Angehörige brauchen mehr Hilfe, der Job verlangt vollen Einsatz – und all das, während die Hormone Achterbahn fahren. Dauerstress belastet die Gesundheit – und auch die Haare. Regelmässige Pausen und viel Bewegung helfen beim Entspannen.
  • Ernährung: In den Wechseljahren stellt sich der Stoffwechsel um. Der Körper braucht weniger Kalorien, aber mehr Vitamine, und wenn wichtige Mikronährstoffe fehlen, leidet auch die Haarstruktur. Jetzt ist es umso wichtiger, die Ernährung ausgewogen zu gestalten und sie an die veränderten Bedürfnisse des Körpers anzupassen.

     

Unterstützung für die Haare im Hormon-Sturm

In der Behandlung von Haarproblemen in den Wechseljahren und der Postmenopause kann ein Aufbaupräparat helfen: Priorin® N (Arzneimittel) zum Beispiel hilft bei Haarausfall verschiedenster Ursachen. Welcher Behandlungsansatz individuell geeignet ist, wissen die Fachberater in Apotheke und Drogerie.