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Diagnose Haarausfall

Medizinische Verfahren bringen Klarheit: So wird Haarausfall untersucht
 

Wenn übermässig Haare ausfallen, ist das immer ein Schreck: Jetzt gilt es, rechtzeitig und verlässlich die Ursachen zu erkennen und den Haarausfall gezielt zu behandeln. Erste Ansprechpartner bei Haarausfall können die Fachpersonen in der Apotheke oder Drogerie sein.

Aufgrund ihrer Erfahrung werden sie dann oft bereits eine Therapie vorschlagen. Priorin® N zum Beispiel wirkt bei Haarausfall verschiedener Ursachen – meist bessert sich der Haarzustand schon nach wenigen Wochen.

Hat die Selbstbehandlung mit medizinischen Präparaten wie Priorin® N nicht geholfen, kann ein Arzt beurteilen, ob der Haarausfall hormonell-erblich bedingt ist oder ob eventuell andere Gründe vorliegen. Für eine medizinische Untersuchung sind Hautärzte (Dermatologen) mit einer Spezialisierung auf die Behandlung von Kopfhauterkrankungen und Haarausfall eine gute Anlaufstelle.

 

Gut vorbereitet in die Haarsprechstunde
 

Eine gute Vorbereitung erleichtert die Diagnose: Zur Beratung in der Apotheke und bei Bedarf beim Arzt / Ärztin nehmen Betroffene am besten die Ergebnisse des Selbsttests mit.

Um genau festzustellen, was den Haarausfall verursacht und Entscheidungen für die weitere Behandlung zu treffen, stehen drei medizinische Diagnosemethoden zur Verfügung:

 

Blutanalyse
 

Eine Blutuntersuchung kann Hinweise auf mögliche Erkrankungen geben, die eventuell den Haarausfall auslösen. Dazu gehören:

  • Abweichungen im Hormonspiegel, zum Beispiel eine erhöhte Konzentration von Androgenen  oder niedrige Östrogenwerte
  • Niedrige Eisenwerte: eine ausreichende Eisenversorgung ist wichtig für gesundes Haarwachstum

 

Trichogramm
 

Das Trichogramm liefert Informationen über den Zustand der Haarwurzeln: Der Arzt zupft dafür an einem sich lichtenden Kopfbereich einige (mindestens 60) Haare aus. Unter dem Mikroskop wird dann untersucht, in welcher Wachstumsphase sich die einzelnen Haare gerade befinden.

Liegt der Anteil der Haare in der Wachstumsphase (Anagenhaare) unter dem Normalwert von 85–90 Prozent, kann dies ein Anzeichen für einen krankhaften Haarausfall sein: Ein niedriger Anteil an Anagenhaaren ist zum Beispiel ein typisches Symptom für den hormonell-erblichen Haarausfall (androgenetische Alopezie).

Ein aussagekräftiges Ergebnis liefert das Trichogramm nur, wenn die Haare zuvor einige Tage nicht gewaschen wurden. Auch ein übermässiges Styling, das die Haare stark beansprucht, kann das Ergebnis des Trichogramms verfälschen.

 

Trichoscan
 

Der TrichoScan ist ein computergestütztes Verfahren, das die wesentlichen Haarparameter automatisch bestimmt, zum Beispiel:

  • das Verhältnis der nachwachsenden Haare zu den Haaren in der Ruhephase (wissenschaftlich:  die Anagen-Telogenrate) und
  • die Anzahl der Haare.

Für dieses Diagnoseverfahren wird die Kopfhaut auf einer Fläche von etwa zwei Quadratzentimetern rasiert. Anschliessend wird das Areal fotografiert und – meist mit einer Markierung gekennzeichnet, um es bei der erneuten Untersuchung eindeutig wiederzuerkennen. Nach drei Tagen wird dieselbe Stelle wiederum fotografiert und mit der TrichoScan-Software analysiert, um die Haarwachstumsrate zu berechnen.